Seit gut einer Woche ist die Lütte zu Hause. Bislang hatten wir Glück – das Wetter hier bei uns in Dresden war frühlingshaft-sonnig, wir wohnen am Stadtrand und waren demnach einfach viel draußen. Außerdem ist die Lütte noch in dem seligen Alter (2 ¾), in dem jeder Marienkäfer, ein Loch in der Gartenmauer, die Nachbarskatze oder ein Vogelnest mit einem begeisterten „Gucke mal!!“ begrüßt wird und für 15 Minuten bestaunt wird. Mindestens.

Am Wochenende ging’s dann los: Nieselregen. Eiskalt. Grundsätzlich ist Draußen-Sein natürlich trotzdem super (Pfützen! Mit einem Stock in der Matschepampe rühren!), aber die Verweildauer vielleicht nicht ganz so hoch. Was tun? Hier kommt mal meine persönliche Ideenliste, die bestimmt die nächste Zeit noch ergänzt wird. Man kennt ja den deutschen Sommer.

Weihnachten spielen

Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber wir mussten bis in den späten Januar hinein „In der Weihnachtsbäckerei“ hören. Am Samstag dachte ich mir dann: Das Wetter draußen passt ja eigentlich… Also haben wir eine Lichterkette aus dem Keller geholt, den Herrnhuter Stern aufgehängt, Plätzchen gebacken und Weihnachtsmusik gehört. Die Lütte fand es herrlich! Und da wir ohnehin noch ein kleines Buch „in petto“ hatten, gab es sogar Bescherung. Warum das Christkind im März noch einmal kam, hat sie nicht hinterfragt. Kluges Kind!

Gästecouch zum Hopsebett umfunktionieren

Meine Schwägerin hat ein Indoor-Trampolin für ihre Tochter bestellt. Dafür fehlt uns leider der Platz. Daher haben wir seit geraumer Zeit die Gästecouch ausgezogen und zum Hopsebett deklariert. Hat den großen Vorteil, dass es mehr Fläche bietet und die Lütte – wenn sie denn fällt – nicht so tief fällt. Seit Neuestem sind noch ein paar große Kissen dazugekommen. Zusammen mit der Spotify-Hopse-Playlist ein Muss in unserem Nachmittagsprogramm!

Sport-Parcours im Wohnzimmer aufbauen

Freunde haben einen sensationellen Indoor-Parcours für ihre Tochter gebaut und per Video rumgeschickt: Ball von A nach B schießen, Hüpfkästchen hüpfen (kann man auch in einer Mietwohnung mit „Masking Tape“ auf den Boden kleben, siehe unten), Purzelbaum machen, von Kissen zu Kissen hüpfen, Slalom um Schuhe drumherum laufen, zwischen Stuhlbeinen hindurch kriechen, unter einer Matte durchrollen und zum Schluss volle Kanne auf einen umgedrehten Papierkorb donnern. Sah famos aus! Werden wir testen.

Salzteig backen

Ein Klassiker meiner eigenen Kindergartenzeit. Ich weiß noch, dass ich den Geruch sehr mochte. Und in Kaufmannsladen oder Kinderküche könnten wir noch ein paar Brezeln, Brote, Croissants etc. gebrauchen. Fürs Formen reicht die Motorik der Lütten wahrscheinlich noch nicht ganz, aber Kneten und Manschen ist ja auch schon was!

Memory basteln

Mit einigen wenigen Karten müsste das die Lütte mittlerweile eigentlich spielen können. Pappe haben wir da, Stifte auch. Für einfache Motive reicht meine Malkunst gerade noch aus. Wenn die Wiedererkennbarkeit nicht gewährleistet ist, nehmen wir Sticker.

Autostraßen auf den Boden kleben

Ihr kennt doch diese Straßenteppiche fürs Kinderzimmer? Wollte ich mal selbst „nachbauen.“ Fürs Geschenke-Einpacken habe ich immer Masking Tape (heißt auch Washi Tape) parat. Das ist so japanisches Klebeband, das man einfach abreißen kann, sich gut kleben lässt und vor allem auch wieder ablösbar ist. Damit ist es eigentlich prädestiniert, um auf den Boden Autostraßen vom Bad ins Wohnzimmer, in die Küche etc. zu kleben. Das Abknibbeln hinterher bringt dann wahrscheinlich auch noch einmal eine halbe Stunde Spaß.

Picknick im Kinderzimmer essen

Die Lütte liebt es, auf dem Boden zu essen… Picknickdecke ist eh in der Abseite, Korb im Kaufmannsladen. Könnte mir vorstellen, dass der Nachmittagssnack dann besonders gut schmeckt.

Verkleiden und Schminken

Meine Schals schnappt die Lütte sich regelmäßig zum Spielen – wenn sie wüsste, dass Mami als Karnevalsfan noch eine „richtige“ Verkleidungskiste mit Perücken, Glitzerschuhen und Stoffblumen hat… 😉 Ich werde den kindgerechten Inhalt davon mal ins Kinderzimmer verfrachten. Was könnte noch dazu? Die ollen 3-D-Kino-Brillen, Stoffreste, Haarreifen, ein altes Hemd, Hüte, Mützen, Bettlaken etc.
Mein schwarzer Kajalstift ist zum Schminken von Schnurrhaaren, Marienkäferpunkten oder einer gruseligen Piratennarbe allemal gut.

Osterdeko basteln

Ich dachte erst einmal an schnöde Eier aus Tonkarton zum Aufhängen, die man gut mit Fingerfarbe bemalen oder wahlweise bestempeln kann. Da Oma und Opa im Moment ja notgedrungen fernbleiben müssen, würden sie sich bestimmt auch über etwas Selbstgebasteltes in der Post freuen.

Zirkus spielen

Kurz vor der Coronapause war die Lütte noch im Projektzirkus der nahe gelegenen Grundschule und war schwer beeindruckt. Uns fallen bestimmt ein paar Nummern ein, z. B. Seiltanzen mit Kinder-Regenschirm in der Hand und Schnur auf dem Boden, Plüschlöwen bändigen, Luftballon-Tanz. Papi darf abends dann die Vorstellung bestaunen!

Lichterhöhle bauen

Habe ich bei einer Freundin gesehen und fand es extra-gemütlich! Die Glühbirnen einer Lichterkette werden von oben durch ein großes Stück Pappe gebohrt, das als „Dach“ der Höhle verwendet wird. Lieblingsbücher dazuholen, einmummeln – fertig.

Was habt ihr für Ideen für eure Kinder im Krippenalter oder was habt ihr schon ausprobiert? Ich freue mich über jede Anregung!

Ein Gastbeitrag von Katharina.

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