Die Kultusminister*innen der Länder haben ein „Rahmenkonzept für die Wiederaufnahme von Unterricht in Schulen“ beschlossen. Darin machen sie klar: Schule wie wir sie kannten wir es bis zu den Sommerferien nicht mehr geben.

Es wird so genannte Hygiene-Konzepte geben und vermutlich Präsenz-Unterricht in kleinen Gruppen und im Wechsel. Wie aber sollte der digitale Unterricht aussehen? Die vergangenen Wochen haben uns erstes Erfahrungen für digitales Lernen gebracht. Manche Dinge haben nicht so gut funktioniert, andere schon. Deshalb glauben wir: Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern sollten gemeinsam und deutlich sagen, was eine #guteschule für sie ausmacht.

Lasst uns deshalb hier sammeln, welche Anforderungen für eine digitale #guteschule wir haben:

  • Hausaufgaben werden nicht nur abegeworfen, es gibt einen Feedback-Kanal zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen
  • Gleiche Hardware für alle. Familien, in denen nicht jedes Mitglied einen eigenen Rechner/Tablet hat müssen mit kostenloser Hardware unterstützt werden
  • Innovative Unterrichtskonzepte. Klassischer Frontalunterricht ist online nur bedingt möglich. Es braucht neue Vermittlungskonzepte, die an das Medium angepasst sind.
  • Flexiblere Unterrichtszeiten bei gegebenem Rahmen. Zuhause können oder müssen die Schüler*innen in ihrem eigenen Tempo und zu ihren eigenen Zeiten lernen. Darauf sollte die Aufgabenstellung Rücksicht nehmen.
  • Einheitliche Plattformen je Teilgebiet – Kommunikation, Lehren, Organisation, Aufgabenverteilung und Abgabe. Bis jetzt besteht die Kommunikation und Stoffvermittlung meistens noch aus einer wilden Mischung aus E-Mail, Videochat, Lernplattform und postalisch zugestellten Arbeitsblättern. Das müsste man einfacher lösen
  • Verschiebung der Kultur des Lehren und Lernen weg von synchronen hin zum asynchronen Prozessen.
  • Schaffen von Kommunikationskanälen (live und asynchron) zwischen Lehrern und Schülern, Lehrern und Eltern und Schülern untereinander mit definierten Kanälen und Zeiten und unter Verwendung von Organisationstools.
  • Software-Einsatz soll im Hinblick auf Hardwareanforderungen, IT-Kompetenz und Fremd-Applikations-Einsatz maximal niedrigschwellig gestaltet werden. Mehrsprachigkeit und Datenschutzkonformität der Tools sind anzustreben.
  • Die Bereitschaft zum Neu-Denken von Schule und das damit einhergehende Erlernen von neue Prozessen, Methoden und Tools sollten bei Schülern, Eltern und Lehrern gefördert und aber auch eingefordert werden.
  • Für Lern- und Leistungsnachweise müssen mittelfristig Lösungen diskutiert und gefunden werden. Die Aufgabe sollte nicht an die Eltern übertragen werden.
  • (bitte weitere Punkte ergänzen)

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